Stadtarchiv Frankfurt (Oder)

 


 Ältestes Bild des Frankfurter Straßenbahnbahndepots?

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Am 28. Juni schenkte Frau Hilda Zuckerstädter aus Frankfurt dem Stadtarchiv einige originale Fotografien, die lange sorgsam in der Familie bewahrt wurden. Sie belegen die Tätigkeit ihres Großvaters Karl Herzog (1868-1946), der als Mauer 1897 mit das Frankfurter Elektrizitätswerk errichtete. Entsprechend überliefert ist die wohl älteste bekannte Fotografie des Straßenbahndepots, aufgenommen im frühen Herbst 1897 mit den am Bau Beschäftigten. Karl Herzog ist darauf zu sehen (im Wagen Nr. 14, mit einem Hammer in der Hand). Nach der Betriebsaufnahme des Werkes wechselte Karl Herzog zum Elektrizitätswerk und verblieb sein ganzes Arbeitsleben bei den Frankfurter Elektrizitäts-Werken. Er arbeitete lange als Straßenbahnfahrer. Ein weiteres Bild, aufgenommen um 1909, zeigt ihn als Fahrer der Linie 1 (grüne Linie) Schlachthof-Chausseehaus, bei einem unplanmäßigen Stopp für den Fotografen Wilhelm Schmidt vor dem Haus Cüstriner Straße 28 a (später Restaurant „Schlachthof“). Diese Fotografien sind wertvolle Belege zur Frankfurter Industrie- und Verkehrsgeschichte.

Errichtung des Frankfurter Straßenbahndepots, 1897

Karl Herzog als Straßenbahnfahrer, kurz nach der Abfahrt von der Endhaltestelle Schlachthof, um 1909

[Abb. 1]
Errichtung des Frankfurter Straßenbahndepots, 1897

[Abb. 2]
Karl Herzog als Straßenbahnfahrer, kurz nach der Abfahrt von der Endhaltestelle Schlachthof, um 1909