Stadtarchiv Frankfurt (Oder)

 


 Unterlagen der Steingutfabrik Theodor Paetsch

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1. Vorbemerkung

Mit dieser Bestandsinformation wird die Öffentlichkeit über den im Stadtarchiv bearbeiteten Bestand der Steingutfabrik Paetsch informiert.

2. Firmengeschichte

1840 Gründung der Steingut-Fabrik von Wilhelm Eduard Paetsch in der Küstriner Straße1
Ab 1846 war der Firmensitz in der Küstriner Straße 4, um 1860 auch Wohnsitz der Familie. 1863 waren Geschäftsinhaber Georg Theodor Paetsch und Wilhelm Gust. In der Folgezeit wurde die Fabrik nur noch als Steingutfabrik Paetsch geführt. Von 1945 bis zur Zwangsverstaatlichung 1953 übernahm Irmgard Paetsch die Leitung der Firma, die endgültige Schließung erfolgte 1955. Die Familie verließ im März 1953 Frankfurt (Oder).
Die Steingutfabrik wuchs sehr schnell zu einer großen und bedeutenden Werkstätte. Bereits 1899/1900 wurden Exportverträge abgeschlossen, die Belegschaft wuchs auf ca. 500 Mitarbeiter. Das Fabrikgelände umfasste 1904 auf etwa 10.000 m² ca. 50 Fabrikgebäude.
Hauptsächlich wurde Gebrauchsgeschirr für Küche und Schlafzimmer produziert.

3 Übernahme und archivische Bearbeitung

Am 16.07.2009 erhielt das Stadtarchiv Frankfurt (Oder) von Frau Monika Paetsch per Post ein Paket mit Unterlagen der Stengutfabrik Theodor Paetsch. Frau Monika Paetsch, die Schwiegertochter der letzten Fabrikleiterin Frau Irmgard Paetsch, übergab diese Unterlagen dem Stadtarchiv in das Eigentum ohne Einschränkungen.

Neben einigen betriebswirtschaftlichen Unterlagen aus den Jahren 1942 und 1945 bis 1948 und Katalogen der Jahre 1932 und 1952 sind auch 21 Großfotos mit Innen- und Außenaufnahmen der Fabrik in das Stadtarchiv gelangt. Diese wurden der Fotosammlung des Stadtarchivs zugeordnet.

Es wurde der Bestand BA II, 2.63. Steingutfabrik Paetsch gebildet und die 11 Akteneinheiten im Archivprogramm verzeichnet.

Benutzungseinschränkungen bestehen für diesen Bestand nicht.