Stadtarchiv Frankfurt (Oder)

 


 Gegründet vor 50 Jahren – Amateur-Film-Centrum Frankfurt (Oder) 

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1963, vor 50 Jahren wurde das Amateur-Film-Centrum Frankfurt (Oder) gegründet. Das bis Ende 1990 bestehende AFC war eines der profiliertesten Studios unter den Amateurfilmstudios, die überall in der DDR bestanden. Es war aus verschiedenen Amateurfilmgruppen Frankfurter Betriebe entstanden und vereinte – zuletzt mit mehreren hauptamtlichen Mitarbeitern, darunter einem vom Fernsehfunk kommenden und im Regisseurfach ausgebildeten Studioleiter – mehr als 50 Mitglieder, die Spiel-, Dokumentations-, Arbeitsschutz-, wissensvermittelnde Filme machten. Ihre Filme begleiteten die Entwicklung der Stadt und der Betriebe. Sie zeigen heute nicht nur den Aufbau, offizielle Besuche und Feierlichkeiten, sie zeigen uns auch das normale Leben in Frankfurt und anderen Städten des Bezirkes. Mit den vom Studio von Anfang an erarbeiteten Magazinen – so anfangs die drei Ausgaben der „Frankfurter Optik“ bis zu den auch in Witebsk gezeigten 47 „Journalen der Freundschaft“ – wirkten die Film-Enthusiasten als Dokumentaristen ihrer Zeit. Ihr letzter Film, der 1989/90 gedrehte Film „Oktoberfrühling“ – längst nicht mehr nach einem strengen Drehplan gedreht – begleitet den Wandel in unserer Stadt. Er ist heute eines der Beispiele für eine gelungene Dokumentation der Wendemonate in der DDR. Die im 16 mm-Format gedrehten Filme, die dazugehörigen Filmakten und zahlreichen Auszeichnungen und Fotografien befinden sich als herausragender und umfänglich genutzter Bestand im Stadtarchiv.
Anlässlich der Gründung vor 50 Jahren hat das Stadtarchiv eine Ausstellung zur Geschichte des AFC erarbeitet. Diese, in Verbindung mit dem Historischen Verein zu Frankfurt (Oder) e. V. am 29. Oktober 2013 eröffnete Ausstellung, wird noch bis zum 9. März 2014 gezeigt. Sie kann wieder ab dem 2. Januar 2014 zu den Öffnungszeiten des Archivs kostenfrei besichtigt werden.