Stadtarchiv Frankfurt (Oder)

 


 Aus dem Nachlass des Regierungs- und Baurates Otto Heidenreich 

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Frau Helga Nolte aus Hamburg stiftete dem Stadtarchiv zwei sehr informative Fotoalben, die einst ihrem Patenonkel, dem Reg.- und Baurat Otto Heidenreich geschenkt wurden. Der Architekt Otto Heidenreich war um 1934 nach Frankfurt gekommen und seitens der Regierung Frankfurt (Oder) für die neuen öffentlichen Bauten zuständig. Hier in Frankfurt wohnte er im heute noch existierenden Haus Hindenburgstraße (August-Bebel-Straße) Nr. 23. Die beiden Alben stammen aus seinem Nachlass. Ein Album zeigt in guter fotografischer Wiedergabe die einstigen Wandmalereien in der Eichhornkaserne (II. Bat. Inf.-Reg. 8), Müllroser Landstraße 35/38 (heute Landesbehördenzentrum), 1935 entworfen und gefertigt von Arno Schorning, Berlin. Das zweite, weit umfangreichere Album, betitelt „Bauten in der Dammvorstadtkaserne Frankfurt a. d. Oder 1935“, zeigt die gesamte Baugeschichte der Errichtung der im Oktober 1935 von der Panzerabwehrabteilung 3 bezogenen Kaserne in der Dammvorstadt (Slubice). Der Bau des räumlich größten Kasernements jener Zeit in Frankfurt war ein nicht unerhebliches Vorhaben beim Neuaufbau der Wehrmacht. Der Bau veränderte das Bild der Gegend um die alte Harttung`sche Wachsbleiche. Im Bau einbezogen wurde die Artilleriekaserne an der Wachsbleiche, ebenso die Kaserne der Schutzpolizei an der Schwiebuser Straße. Nach dem Ankauf des Grundstückes wurde die alte Wachsbleiche abgerissen. Einzig das Harttung`sche Kontorgebäude blieb erhalten, dort brachte man die Bauleitung sowie die Kranken- und Arztstuben unter.

Strassenansicht der alten Wachsbleiche im Febr. 1935

Hof der alten Wachsbleiche im Februar 1935

Gesamtansicht der Dammvorstadt-Kaserne vom Dach des Mannschaftshauses 3 am 18. Okt. 1935