Stadtarchiv Frankfurt (Oder)

 


 Neue Schenkungen 

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Von der Commerzbank in Frankfurt am Main erhielt das Stadtarchiv die Akte „Deutscher Hypothekenbrief Frankfurt (Oder) Stadt, Band 4 Blatt 197“. Nach Erhalt der Akte erwies sie sich als sehr wertvolle Quelle für Frankfurts Stadtgeschichte. Sie reicht bis in das späte 18. Jahrhundert zurück und ist die Hypothekenakte zum Haus Richtstraße 49. Das 1945 untergegangene Haus war eines der Brauhäuser und gehörte einst dem Kaufmann Carl Friedrich Hanisch, später dem städtischen Kassenrendant und Syndikus Georg Friedrich Dames. Die in der Akte enthaltenen Dokumente (u. a. Abschriften des Vormundschaftsvertrages Trowitzsch und des Erbteilungsvertrages zum Frankfurter Ehrenbürger General von Brause) belegen nicht nur die enge geschäftliche Verbindung von Personen und Familien in Frankfurt, sie sind auch wichtige Quellen zur Geschichte dieser Familien selbst.

Abb.
Hypothekendokument 1805 für Caroline Louise Konow, verwitw. gewesene Hanisch, jetzt verehelichte Senator und Gerichts-Assessor Schulz zu Landsberg an der Warthe nach der Versteigerung des Hauses. Zum Haus gehörten sechs Ruthen Wiese in der Dammvorstadt.


Herr Christian Fiedler, letzter Chef der 1990 aufgelösten Nachrichtenkompagnie 05 des Wehrbezirkskommandos Frankfurt (Oder) in der Kopernikusstraße übergab dem Stadtarchiv ein vereinzelt bis 1986 zurückreichendes Konvolut von militärischen Tagesbefehlen und Fernschreiben. Die Materialien, die dem Archivbestand VBK 85 zugeordnet werden, ergänzen als wertvolle Quellen die Dokumentation zu den Jahren 1989/90.


Frau R. Heinrich aus Kleinmachnow schenkte dem Stadtarchiv in alter Verbundenheit mit ihrer Heimatstadt Frankfurt ein kleine Mappe mit Fotografien und Drucksachen – darunter ein bisher nicht vorhandenes Bild von der Einweihung des später wieder beseitigten Denkmals für Hans Dominik am Bahnhofsvorplatz.


Ingeborg Kurth, geboren 1927, 1944 als junge Tänzerin nach Frankfurt gekommen, erlebte hier die letzten Monate bis zur Schließung des Theaters, danach arbeitete sie bis 1945 in der Kleistkaserne. Nach Kriegsende ging sie wieder nach Berlin-Neukölln zurück, kam mit eigener Tanzschule zu Auftritten nach Brandenburg (Juni 1946 Beeskow). Frau Ingeborg Kurth verh. Schurmann verstarb im Jahre 2008. Ihre Tochter Sorka Späth übergab dem Stadtarchiv jetzt originale Dokumente wie auch Kopien, die die Tanzkarriere der Mutter beleuchten.


Der Vorsitzende des hiesigen Briefmarkenvereins, Klaus-Peter Wasmund, übergab den Ausdruck eines postgeschichtlichen Exponats „Besonderheiten aus der Frankfurter Postgeschichte“ (Postalische Betrachtungen zum Frankfurter Flugplatz bis 1945 // Das Kriegsheimkehrerlager Frankfurt – Gronenfelde).