Stadtarchiv Frankfurt (Oder)

Ablage


 Zugang zum Firmenbestand „Trowitzsch & Sohn“

zurück


Von Herrn Werner Schmolling aus Lossow erhielt das Stadtarchiv als Schenkung ein Aktenstück zur Annahme und Lossprechung der Lehrlinge beim Druck- und Verlagshaus Trowitzsch & Sohn. Die Dokumente reichen bis zum Jahr 1742 zurück und betreffen schon den Vorgänger Trowitzsch, den Buchdrucker Johann Friedrich Grunow, zuerst Königsberg i. d. Nm., dann Küstrin. Carl Gottlob Trowitzsch, seit 1770 in der Grunow`schen Druckerei als Faktor beschäftigt, kaufte dann das Unternehmen und machte es zu einer der größten Druck- und Verlagsanstalten der Provinz Brandenburg. Das Unternehmen siedelte 1815 mit der Verlegung der Neumärkischen Regierung nach Frankfurt (Oder) über. Das Aktenstück endet mit der Lehrbeendigung von Paul Rudolph Zickerow vom 28.März 1868. Zickerow, der in der lithographischen Anstalt von Trowitzsch & Sohn das Handwerk in fünf Jahren „alle zur lithogr. Kunst erforderlichen Kenntnisse erwarb“, gab dann später über eine eigene Lithographische Anstalt mit die ersten Frankfurter Ansichtskarten heraus.
Das Aktenstück wird dem im Stadtarchiv vorhandenen Firmenbestand des Druckhauses zugeordnet.

vergrößern

Blatt aus dem übergebenen Aktenstück: Schriftstück zum ersten Lehrling nach Übersiedlung der Hofbuchdruckerei nach Frankfurt - Carl Friedrich Wilhelm Hoppe, Sohn des Krugbesitzers von Kutzdorf Nm., 20.11.1815