Stadtarchiv Frankfurt (Oder)

Ablage


 Bestandsinformation zum Bestand BA I, Gr. XXXIV, 79 Friedrich Ruhrberg

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1. Vorbemerkung
Mit dieser Bestandsinformation wird die Öffentlichkeit über den über den im Stadtarchiv bearbeiteten Bestand des ehemaligen Stadtrates für Volksbildung und Kultur in Frankfurt (Oder) informiert. Die Bearbeitung des 2007 übernommenen Bestandes erfolgte 2007 durch Johanna Cramer von Laue.

2. Zur Biographie von Friedrich Ruhrberg
Friedrich Ruhrberg wurde am 27. Dez.1915 als Sohn von Maria Ruhrberg, geborene Dünger, in Neuwied am Rhein geboren. Sein Vater ist unbekannt. Da seine Mutter nicht mehr für ihn sorgen konnte, wurde er in der sechsten Lebenswoche in einem Kloster auf der Birkenstraße in Düsseldorf abgegeben. Bald danach fand er Aufnahme bei der Familie Frensch. Mit sechs Jahren wurde er in der „Hermann-Schule“ in Düsseldorf eingeschult. Bis zum siebenten Schuljahr wechselte er mehrmals die Schule. Mit 12 Jahren kam er auf das Rethel-Gymnasium und wohnte von nun an bei seiner Tante Eva und seinem Onkel Hilarius Leo. Im Jahr 1933 wurde Friedrich Ruhrberg zur Armee eingezogen. Nach dem Ende des Krieges wurde er 1946 auf Veranlassung einer russischen Ärztin aus dem Lager Gronenfelde bei Frankfurt (Oder) entlassen.
Noch während seiner Armeezeit lernte er seine zukünftige Frau Hildegard kennen. Am 19. Dez.1941 fand die Eheschließung in Frankfurt (Oder) statt. Die erste Tochter, Marie-Luise, wurde am 24. Juni 1943 geboren. Nach der Entlassung kam er bei seinen Schwiegereltern unter. Noch im selben Jahr besuchte er einen Vorbereitungslehrgang für Neulehrer und sammelte im Friedrichsgymnasium erste Erfahrungen als Lehrer. Im Jahr 1948 bestand er die 2. Lehramtsprüfung mit Auszeichnung. Am 21. Okt. 1954 wurde die zweite Tochter, Marianne, geboren. Von 1954 bis 1963 war er Direktor des Lehrer - Ausbildungsinstitutes in Neuzelle. In den darauf folgenden vier Jahren war Friedrich Ruhrberg stellv. Schulrat und Schulrat. Während dieser Zeit schlug er der damaligen Ministerin für Volksbildung der DDR die Gründung einer Körperbehindertenschule vor, deren Leitung er dann auch übernehmen wollte. Im April des Jahres 1967 wurde Friedrich Ruhrberg nach der Vorbereitungszeit der Schule im Schloss Börnicke zu deren Direktor berufen. An dieser Schule, die 1992 endgültig geschlossen wurde, blieb er bis 1990. Bis zu seinem Lebensende blieb Friedrich Ruhrberg Mitglied im Freundeskreis „Abitur 1952 Friedrichs-Gymnasium“. Am 17. März 2007 verstarb Friedrich Ruhrberg im Alter von 92 Jahren in Bernau – Börnicke.

3. Übernahme und archivische Bearbeitung
Herr R. R. Kolitz als von den Erben Beauftragter übergab 2007 den Nachlass Friedrich Ruhrberg in das Eigentum des Stadtarchivs. Am 22. Oktober 2007 wurde zwischen Herrn R. R. Kolitz und dem Leiter des Stadtarchivs eine Übergabevereinbarung abgeschlossen, nach der der Nachlass von Herrn Friedrich Ruhrberg dem Stadtarchiv kostenlos übereignet wurde.

Die Übergabe erfolgte in 3.Umzugskartons (ca.2 lfm) in denen sich sowohl Schriftgut als auch Fotos befanden. Die Unterlagen befanden sich zum größten Teil in loser Blattablage. Die Vorsortierung und vollständige Bearbeitung des Archivgutes fand im Juli/August 2008 statt. Bestandsbearbeiter war die Praktikantin Johanna Cramer von Laue (Studentin der Fachhochschule Potsdam). Die Verzeichnungseinheiten sind im Augias Archivprogramm des Stadtarchivs eingetragen, zusätzlich liegt eine Findkartei vor. Der Bestand ist mit Enthält -Vermerken erschlossen. Schriftstücke denen kein eindeutiger Aktentitel zugeordnet werden konnte wurden im Darin- Vermerk aufgenommen. Mehrfachüberlieferungen wurden kassiert. Die im Bestand befindlichen Fotos wurden ebenfalls im Augias-Archivprogramm verzeichnet und mit Enthält- Vermerken versehen.
Noch zu ermittelnde Teile des Nachlasses wie die Tonbandsammlung werden zu einem späteren Zeitpunkt in den Bestand eingearbeitet.

4. Bestandsumfang und Gliederung
Der zeitliche Umfang der Überlieferung umfasst die Jahre 1945 bis 2007, wobei die 1940er und 1980er Jahre besonders gut überliefert sind. Vor allem seine Zeit als Direktor der Körperbehindertenschule in Börnicke ist umfangreich überliefert. Insgesamt sind 44 Akteneinheiten verzeichnet, von denen die meisten aber noch nicht zur Benutzung freigegeben sind.
Aufgrund der überschaubaren Akteneinheiten mit den verschiedensten Inhalten wurde keine Untergliederung des Bestandes vorgenommen.

5. Benutzungsmöglichkeiten
Von diesen Verzeichnungseinheiten sind alle persönlichen Unterlagen lt. Übergabevereinbarung bis zum Jahr 2018 gesperrt.