Stadtarchiv Frankfurt (Oder)

 

Aktuelles / Veranstaltungen


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  Märzsitzung des Historischen Vereins im Stadtarchiv 

Die nächste Monatssitzung des Historischen Vereins findet am Dienstag, den 28. März, ab 19 Uhr, im Vortragsraum des Stadtarchivs in der Collegienstraße statt. Zu dieser öffentlichen Sitzung sind auch wieder Gäste herzlich willkommen.
Das Programm des Abends beginnt mit der Vorführung des Films „Alltagsepisode“ aus dem Bestand des Stadtarchivs, einem Film des AFC aus dem Jahr 1969, indem ein Mann den Haushalt meistern muss, weil seine Frau aus beruflichen Gründen nicht da sein kann.
Danach lesen OA Ralf-Rüdiger Targiel und Horst Voigt aus dem vom Frankfurter Lehrer Friedrich Wilhelm Gustav Gloatz (1821-1893) nachgelassenen Manuskript „Aus meinem Leben“. Das Gesamtmanuskript besteht aus kleinen, inhaltlich zusammengefassten Berichten, die gerade durch ihre zeitnahe Aufschreibung durch Gustav Gloatz hohe Authentizität besitzen und uns mehr als nur einen Blick in das Frankfurt ab der Mitte des 19. Jahrhunderts werfen lassen. Heute noch durch ihre damalige Präsenz bekannte Personen sehen wir in ihrem privaten Umgang, über wichtige Ereignisse unserer städtische Geschichte werden nicht nur Fakten, sondern auch Hintergründe, Urteile und Vorurteile überliefert
Im letzten Beitrag erinnert OA Targiel an Karl Seilkopf, einem Frankfurter Oberschullehrer und Regionalhistoriker, anlässlich seines 150. Geburtstages. Der am 12. November 1867 in Hackenow geborene Seilkopf war einst einer der unermüdlichsten Benutzer der Bestände des Frankfurter Stadtarchivs, auf deren Grundlage er viele regionalgeschichtliche Beiträge verfasste. Karl Seilkopf war lange Zeit Schriftführer, Stellvertretender Vorsitzender und schließlich, ab 1938, der letzte Vorsitzende des alten Historischen Vereins zu Frankfurt an der Oder.
Den Abend beschließt, wie gewohnt, der Informationsteil mit kurzen, stadtgeschichtliche Belange berührenden Informationen.


  Information zum Notfallverbund 

Archive und Bibliotheken in Frankfurt (Oder) und Slubice vereinbaren Verbund zur gegenseitigen Unterstützung in Notfällen

Nach langer Vorbereitung wurde am 20. September 2016 im Collegium Polonicum die Vereinbarung für den regionalen Notfallverbund Frankfurt (Oder)/ Slubice unterzeichnet. Um schnell und bestmöglich auf Hochwasser, technische Defekte oder auch Brände reagieren zu können, haben das Frankfurter Stadtarchiv, das Collegium Polonicum mit der Bibliothek und dem Karl Dedecius Archiv, die Außenstelle Frankfurt (Oder) des Stasi-Unterlagen-Archivs (BStU), Universitätsbibliothek und -archiv der Europa-Universität Viadrina die Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung in Notfällen getroffen. Die beteiligten Institutionen werden sich in akuten Gefährdungssituationen für das bei ihnen lagernde Kulturgut durch unvorhersehbare Ereignisse gegenseitig unterstützen.
Dr. Krzysztof Wojciechowski vom Collegium Polonicum unterstrich bei der Unterzeichnung der Vereinbarung, dass es sich um den ersten grenzüberschreitenden regionalen Notfallverbund zwischen Archiven und Bibliotheken aus Deutschland und Polen und einen von wenigen in Europa handelt. „Bereits die intensiven Gespräche für diese Notfallkooperation zwischen den Einrichtungen in Slubice und Frankfurt (Oder) haben uns einander nähergebracht und die Kenntnis zu den Aufgaben der Kooperationspartner erhöht.“
Die Teilnehmer des Notfallverbundes setzen darauf, dass der grenzüberschreitende, spartenübergreifende Verbund in einem hoffentlich nie eintretenden Notfall Ressourcen und Erfahrungen aller Partner zugänglich macht. Die Institutionen haben sich im Vorfeld zu ihren Notfallplänen, der Notfallausrüstung und den örtlichen Gegebenheiten abgestimmt und informiert.
„Wir alle haben die Bilder des eingestürzten großen historischen Archiv der Stadt Köln und die Anna Amalia Bibliothek nach dem Brand in Weimar in Erinnerung. Besonders in der ersten Phase zur schnellen Bergung und Sicherung des Kulturgutes braucht es eine starke regionale Partnerschaft“, sagte Ralf-Rüdiger Targiel, Leiter des Frankfurter Stadtarchivs. So geht es beispielsweise um die Zwischenlagerung von Archivalien nach einem Notfall in geeigneten und gesicherten Archivräumen.
„Als Teil einer großen Bundesbehörde können wir im Katastrophenfall in unserem Archivbereich archivgerechte Notfalllagerung absichern und auch wertvolles Archivgut retten“, sagt der Leiter der BStU, Rüdiger Sielaff.
Die Leiterin des Universitätsarchivs der Viadrina Frau Dr. Brockmann und die Bibliotheksdirektoren Herr Dr. Happel und Herr Dr. Klauß betonten die spartenübergreifende Konzeption des Notfallverbunds. Archive und Bibliotheken arbeiten hier zusammen, bündeln ihre Kräfte und können im Falle eines Notfalls gemeinsam mit größerer Effizienz umgehend und zielorientiert reagieren. „Von dieser Strategie können auch die Bibliothek des Collegium Polonicum und das Karl Dedecius Archiv mit ihren wertvollen und für die Verständigungspolitik zwischen Deutschland und Polen so wichtigen Beständen profitieren.“ – bemerkten Grazyna Twardak, die Leiterin der Bibliothek des Collegium Polonicum und Blazej Kazmierczak, der Leiter des Karl Dedecius Archivs.
„Der Notfallverbund ist ein wichtiger Schritt zur Vernetzung von Institutionen diesseits und jenseits der Oder“, sagte Rüdiger Sielaff, der Leiter der Frankfurter BStU, „Er soll auch durch regelmäßige Treffen dem weiteren fachlichen Austausch dienen.“

Foto: Hartmut Kelm, Frankfurt (Oder)

Foto: Hartmut Kelm, Frankfurt (Oder)

Foto: Hartmut Kelm, Frankfurt (Oder)

Fotos: Hartmut Kelm, Frankfurt (Oder)


  Der Film von und über Frankfurts Geschichte 

Nach knapp einjähriger Vorbereitung gaben im Juni Märkische Oderzeitung und Stadtarchiv eine DVD heraus, die die Geschichte der Stadt vom beginnenden 20. Jahrhundert bis zur Wendezeit 1990 im Film und Foto zeigt. Der Film kostet 14,95 € und ist im MOZ-Shop: www.moz.de/dvd zu bestellen. Infolge der guten Nachfrage musste inzwischen eine zweite Auflage herausgebracht werden, die inzwischen auch schon fast verkauft ist.

Zur ersten Präsentation des Films beim MOZ-Talk am 2. Juni erschien in der Märkischen Oderzeitung, Stadtbote der nachfolgende Beitrag von Martin Stralau:

Der Filmschatz von Frankfurt

Die Märkische Oderzeitung und das Stadtarchiv zeigen auf einer DVD die Geschichte der Stadt von 1900 bis 1990

Frankfurt (mst) Im August 2015 rief die Märkische Oderzeitung ihre Leser zusammen mit dem Stadtarchiv dazu auf, privates Filmmaterial aus dem 20. Jahrhundert für eine historische Dokumentation über die Stadt einzusenden. Ein Dreivierteljahr später ist daraus eine DVD mit dem Titel „Frankfurter Filmschätze“ entstanden. Sie zeigt in 85 Minuten die Geschichte der Stadt von der Jahrhundertwende 1900 bis zur politischen Wende 1990 anhand von Aufnahmen, die in dieser Form noch nie der Öffentlichkeit zugänglich waren. Gezeigt werden beispielsweise die ältesten bewegten Bilder, die im Stadtarchiv lagern. Sie stammen von der Familie Kossowsky und sind auf das Jahr 1925 datiert. Zu sehen sind ein Motorradrennen durch Frankfurt und Aufnahmen von Kindern, die mit einem Zicklein spielen.

Ausgespart wird natürlich auch nicht die Zeit des Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieges, an deren Ende die Innenstadt nahezu komplett zerstört war. Es gibt Filmaufnahmen vom 21. Februar 1935, als Tausende Frankfurter Spalier standen, um Adolf Hitler zu empfangen. Andere Sequenzen dokumentieren die Nachkriegszeit und den unerschütterlichen Aufbauwillen der Menschen. Interessant sind auch Filme des Booßener Ortsvorstehers Eberhard Vetter, die er ab 1967 mit einer tschechischen 8-Millimeter-Kamera aufgenommen hat – zum Beispiel die Jugendweihe seiner Tochter.

Für die DVD wurden in monatelanger Detailarbeit aus mehr als 200 Filmen des Stadtarchivs und von Lesern verwertbare Filmschnipsel digitalisiert, geschnitten und vertont sowie mit einem redaktionellen Text versehen, der in Abstimmung mit dem Stadtarchiv entstanden ist. Dessen Leiter, Ralf-Rüdiger Targiel, ist froh über das fertige Produkt. „Es ist ein Projekt, was wir immer mal wieder im Auge hatten, aber bisher nie verwirklichen konnten, weil es ein unheimlicher Kraftakt ist.“

Ausschnitte aus dem Film werden heute beim MOZ-Talk (19.30 Uhr im Kleist Forum) gezeigt. Zu Gast ist Jürgen Herrmann, der mit Kollegen des Amateurfilmclubs Frankfurt (AFC) den Oktoberfrühling und die Wendezeit auf Film festgehalten hat. Mit den AFC-Aufnahmen endet die DVD.


  Neue Telefonnummern 

Ab sofort ist das Stadtarchiv unter neuen Telefonnummern zu erreichen.

Diese lauten:

(0335) 552 4300 (Sekretariat/ Haushalt)
(0335) 552 4399 (Fax Sekretariat)
(0335) 552 4301 (Herr OA R.-R. Targiel)
(0335) 552 4302 (Frau Karin Jünger)
(0335) 552 4303 (Frau B. Engemann)
(0335) 552 4304 (Benutzerdienst)


  Ein Blick auf das neue Stadtarchiv 

Die Stadt Frankfurt (Oder) plant, für das unter anderem unter akuter Raumnot leidende Archiv der Stadt, das ehemalige Schulgebäude an der Ostseite unseres Lennéparks umzubauen. Seit heute informiert das Projektschild an der einstigen Bürgerschule über das wichtige Projekt.