Stadtarchiv Frankfurt (Oder)

Sonderregelung


 Sonderregelung zur Benutzung der Standesamtsregister im Stadtarchiv

Das Stadtarchiv erteilt auf schriftliche Anfrage Auskunft und übermittelt Kopien von hier vorhandenen Eintragungen der Standesamtsregister (Rechnungsstellung entsprechend der Gebührensatzung Pkt. 1 nach Zeitaufwand).
Die Direkt- Benutzung der Original-Standesamtsregister im Stadtarchiv ist dagegen aus konservatorischen Gründen und dem erhöhten Arbeitsaufwand grundsätzlich nicht möglich. Dem Benutzer werden auf Antrag im Lesesaal die verfilmten Namensverzeichnisse (alphabetische Register) zur Recherche nach der Nummer der standesamtlichen Eintragung zur Verfügung gestellt. Nach der Mitteilung der konkret benötigten Eintragung wird eine Kopie der gewünschten Registerseite hergestellt und dem Benutzer auf Rechnung zugesandt (zum Kopierungstermin ggf. besondere Vereinbarung). Zusätzlich erforderliche Recherchen seitens des Stadtarchivs (z. B. für Namensvergleiche) werden nach Arbeitszeitaufwand berechnet. Sollte im Ausnahmefall die Benutzung der Original-Standesamtsbücher erforderlich sein – z. B. bei unvollständigen Namensverzeichnissen – wird statt der einfachen Benutzungsgebühr (Pkt. 2.1. der Gebührensatzung) für den erhöhten Aufwand die Benutzungsgebühr nach Pkt. 2.2. der Gebührensatzung erhoben. Am Benutzungstage können höchstens 3 Jahrgänge eines Registers (Geburts-, Ehe- oder Sterberegister) zur Benutzung bereitgestellt werden (terminliche Bereitstellung nach Rücksprache mit dem Benutzerdienst).

Sollte durch die alphabetischen Namensverzeichnisse nicht die gesuchte Eintragung ermittelt werden können, kann durch die Auswertung der mikroverfilmten örtlichen Zeitung der mögliche Zeitraum eingegrenzt werden. Das „Frankfurter patriotische Wochenblatt“ und dessen Nachfolger „Frankfurter Oder-Zeitung“ veröffentlichte von 1818 bis 1874 die „Kirchenzettel“, 1875 bis 1879 „Kirchenzettel“ und „Standesamtsmitteilungen“, ab 1880 die „Standesamtsmitteilungen“. Hierbei ist zu beachten, dass die Unterlagen vor 1874, dem Beginn des Standesamtes, nicht beim Stadtarchiv, sondern den jeweiligen Kirchen erfragt werden müssen. Darüber hinaus stehen im Lesesaal des Stadtarchivs die verfilmten Wohnungs- und Adressbücher der Stadt Frankfurt (Oder) [1846-1940/41] zur Recherche zur Verfügung.

Im Stadtarchiv Frankfurt (Oder) steht zurzeit der mit dem Findbuch hier nachgewiesene Bestand zur Stadt Frankfurt (Oder) und den Ortsteilen Booßen, Güldendorf [bis 1937 Tzschetzschnow], Hohenwalde, Kliestow, Lichtenberg, Lossow, Markendorf, Markendorf-Siedlung, Rosengarten/Pagram für die Benutzung bereit.
Zu beachten ist, dass das Standesamt der Gemeinde Lossow ab 1. Sept. 1965 geschlossen wurde. Damit wurden eigenständige Bücher geschlossen. Bis zur Eingemeindung als Ortsteil der Stadt Frankfurt (Oder) 1972 übernahm das Standesamt Brieskow-Finkenheerd die Aufgaben. Entsprechend sind die Sterberegister beim Kreisarchiv des Landkreises Oder-Spree (Beeskow) bzw. die Register für Geburt und Eheschließung beim für Brieskow-Finkenheerd zuständigen Standesamt zu finden.